Vitamin
D ist fettlöslich. Der Körper kann es nach Einwirkung von UV-Strahlen herstellen
und mit bestimmten Nahrungsmitteln aufnehmen.
Eine
wichtige Aufgabe des Vitamin D ist die Wahrung eines ausgewogenen Verhältnisses
von Kalzium und Phosphor im Blut. Es hilft bei der Entwicklung und dem Erhalt
gesunder Knochen und Zähne, fördert das Immunsystem, regelt das Zellwachstum und
bestimmt die Entwicklung der Zellen. Ein Vitamin D
Mangel führt zu Muskelschwäche und einem erhöhten Risiko anderer Erkrankungen.
Seit vielen Jahren empfehlen europäische Mediziner
Lebertran als beste Quelle für Vitamin D gerade in der nördlichen Hemisphäre,
wo die Sonneneinwirkung schwächer ist. Ein Teelöffel Lebertran enthält rund 400
IU (Internationale Einheiten) Vitamin D. Daraus errechnet sich die empfohlene
Tageszufuhr.
Forscher haben ein einfacheres
Verfahren zur Aufnahme einer täglichen Vitamin-D-Dosis entwickelt. Wissenschaftler
an der University of Manchester und dem Norwegian Institute for Air Research empfehlen
10 bis 15 Minuten in der Mittagssonne, und zwar ohne Sonnenschutz. 10 bis 15 Minuten
Sonnenlicht täglich sind ausreichend. Schätzungen zufolge regt die UVStrahleneinwirkung
im Körper eines gesunden jungen Erwachsenen nach 30 Minuten in der Sommersonne
die Produktion von 10.000 bis 20.000 IU an Vitamin D an. Ohne Sonnenschutz steigt
jedoch das Hautkrebsrisiko, daher sind nun höher dosierte Vitamin-D Nahrungsergänzungen
erhältlich.
Vitamin D ist in bestimmten Lebensmitteln
enthalten. Dazu zählen angereicherte Milch und Milchprodukte (Käse, Joghurt,
Tofu mit Kalzium), Lachs und Sardinen (in nicht grätenfreien Konserven), Thunfisch,
getrocknete Feigen, Mandeln, Getreidecerealien (z.B. Nestlé Fitness oder Haferflocken),
angereicherter Obstsaft, dunkelgrünes Gemüse und Bohnen (weiße, schwarze, rote
Bohnen, Sojabohnen und Kichererbsen).
In vielen
Ländern sind angereicherte Milch und Milchprodukte, Margarine und pflanzliche
Öle wichtige Quellen von Vitamin D. In Deutschland wird bislang nur Margarine
standardmäßig angereichert, und viele Menschen sind überzeugt, dass Butter gesünder
ist als Margarine. In Europa wird Margarine oft mit einem sehr geringen Anteil
an Trans-Fettsäuren hergestellt, doch in den USA
hat Margarine einen hohen Anteil an Trans-Fettsäuren, die ungesünder sind als
die gesättigten Fettsäuren in Butter. Babymilch und
Sonderdiätnahrung wird routinemäßig mit Vitamin D angereichert. In Europa sind
Vitamin-D-reiche Nahrungsmittel z. B. Lebertran, Hering, Lachs, Sardinen, Avocado,
Thunfisch, Hühnereier, Rinderleber und Rindermilch.
Wer sich überwiegend
mit Fertiggerichten ernährt, wenig frisches Gemüse und kaum fettarme Milchprodukte
zu sich nimmt, erhält möglicherweise nur die Hälfte der erforderlichen Zufuhr
dieses Vitamins und leidet an Vitamin D Mangel. Eine Nahrungsergänzung, die gesunde
Knochen und Zähne fördert, kann nicht schaden. Für bestimmte Gruppen empfiehlt
die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. ausdrücklich eine gezielte Vitamin-D
Zufuhr, darunter:
1. Kleinkinder
2. Schwangere/Stillende
3. Personen
im reiferen Alter
4. Bettlägerige oder Personen, die selten an die frische
Luft kommen
5. manche Vegetarier
6. Personen mit Östrogen- oder Testosteronmangel
7. Raucher und Alkoholiker
8. Personen, die über längere Zeit Schlaftabletten,
Epilepsiemedikamente oder krampfhemmende Medikamente nehmen
9. Personen,
die an Malabsorption, Verdauungsstörungen oder Knochenerkrankungen leiden.
Nahrungsmittelergänzungen
können gute Ernährung nicht ersetzen, doch sie bieten eine gezielte Abrundung.
Lange Zeit waren 200 bis 400 IU die empfohlene Tageszufuhr von Vitamin D, doch
inzwischen werden höhere Mengen angeraten. So empfiehlt die Deutsche Gesellschaft
für Ernährung e. V. zusätzlich zu den 80 bis 90 Prozent des Tagesbedarfs an Vitamin
D, der durch die Sonneneinwirkung auf die Haut gedeckt werden sollte, ab dem zweiten
Lebensjahr die Einnahme mit der Ernährung von weiteren 5 mcg (Mikrogramm, entspricht
200 IU). Eine höhere Dosierung wird für die ersten zwölf Monate sowie für Personen
ab 65 Jahren empfohlen. Frauen, die stillen, sollten 10 mcg pro Tag einnehmen
und Kleinkinder 20 mcg. Die Gesundheitsbehörden empfehlen 10 mcg (400 IU) täglich
für stillende Frauen und 20 mcg (800 IU) für Kleinkinder. Bei Kleinkindern, die
gestillt werden, kann ergänzend Babymilch gereicht werden, die i. d. R. 10 mcg
(400 IU) Vitamin D pro Liter enthält. So kann einem Vitamin D Mangel gezielt vorgebeugt
werden.
Die höchste empfohlene Tageszufuhr an
Vitamin D gilt in Frankreich, wo dunkelhäutige Kinder 20 bis 30 mcg (800–1.200
IU) täglich erhalten sollten. Das Food and Nutrition Board der Institutes of Medicine
in den USA schreibt die Höchstmenge von 1.000 IU (Internationale Einheiten) für
Kleinkinder bis 12 Monate und 2.000 IU für alle anderen Altersgruppen vor. Einige
führende Forscher sind der Ansicht, dass der Vitamin-D Bedarf bestimmter Bevölkerungsgruppen
diese Höchstwerte übersteigt. Vitamin D ist ein reiches Feld für die medizinische
Forschung, seit vor 100 Jahren nachgewiesen wurde, dass ein Teelöffel Lebertran
Kinder vor Rachitis schützt.
Beiträge zu diesem Artikel stammen von Johnny
Ramos und Pia Harmon.
Nahrungsergänzungen
dienen nicht als Ersatz für eine ausgeglichene Ernährung. Informationen unserer
Webseite sind keine Grundlage für gesundheitsbezogene Entscheidungen. Bei
gesundheitlichen Beschwerden fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, bei Erkrankungen
von Tieren konsultieren Sie einen Tierarzt. Die Einnahme von Nahrungsergänzungen,
Medikamenten, Heilkräutern usw. sollten Sie mit einem Arzt Ihres Vertrauens
absprechen.