| Leuchtendes
Comeback - Sie war schon fast vergessen. Andere
Kräuter liefen der Nachtkerze als Heilpflanze den Rang ab. Jetzt wird die Nachtkerze
wieder entdeckt. Die
Nachtkerze (Oenothera biennes) ist eine Wildpflanze, die entlang der Ostküste
der Vereinigten Staaten und Kanadas wächst. Sie stammt sehr wahrscheinlich aus
Südamerika. Die Pflanze wurde schon von den Stammesmedizinern der nordamerikanischen
Indianer besonders geschätzt. Sie nutzten sie für eine Vielzahl von Problemen,
einschließlich der Heilung von Hautkrankheiten und schmerzhafter Atmungsprobleme.
Die Samen produzieren ein Öl, das besonders reich an mehrfach ungesättigten
Fettsäuren ist. Das Bemerkenswerte ist deren beträchtlicher
Gehalt an Gamma Linolensäure (GLA).
Essentielle
Fettsäuren (EFAs) sind Nahrungsfaktoren, die 1929 an der Universität von
Minnesota durch George und Mildred Burr entdeckt worden sind. Wie Vitamine, können
die EFAs nicht vom Körper produziert werden und müssen deshalb mit der Nahrung
aufgenommen werden. Es gibt zwei Arten von EFAs, die Omega-6 Fettsäuren, hergeleitet
aus der Cis-Linolensäure und die Omega-3 Fettsäuren aus der Alpha-Linolensäure.
Die Omega-6-Reihe scheint für wichtiger angesehen zu werden, aber die Omega-3-Reihe
gewinnt in einschlägigen Untersuchungen zunehmend an Bedeutung. Wie Vitamine,
hat die Cis-Linolensäure keine biologische Aktivität bei der Oxidation zur Energiebereitstellung.
Wenn Cis-Linolensäure als EFA funktionieren soll, sind dazu bestimmte biochemikalische
Umwandlungen im Körper erforderlich. Es ist bekannt, dass Cis-Linolensäure keine
biologische Aktivität als EFA hat, wenn sie nicht in Gamma Linolensäure (GLA)
umgewandelt wird. EFA`s sind aus zwei ganz unterschiedlichen Gründen wichtig.
Erstens sind sie Bestandteile der Zellmembranen im Zellgewebe des Körpers. Sie
spielen eine vitale Rolle in der Bestimmung der biologischen Eigenschaften all
dieser Membranen. Zweitens sind sie die Vorläufer einer Gruppe höchst aktiver
kurzlebiger Moleküle, der Prostaglandine (PGs). Das
Nachtkerzenöl - Die Nachtkerze könnte sich als eines der faszinierendsten
Gewächse in der Geschichte der Pflanzen und der Medizin erweisen. Wie Fingerhut
(Digitalis), Chinarinde (Chinin) und Rauwolfia (Reserpin) vor ihr, verspricht
jetzt auch die Nachtkerze, als eine Pflanze mit wichtigen medizinischen Eigenschaften
berühmt zu werden. Im Gegensatz zu anderen Naturprodukten, die im allgemeinen
nur gegen eine Krankheit eingesetzt werden können, besitzt die Nachtkerze Eigenschaften,
die es ermöglichen, sie gegen eine Vielzahl von Erkrankungen einzusetzen. Hierzu
zählen: Prämenstruelles Syndrom, Herz- und Gefäßerkrankungen, Rheumatische Arthritis,
Multiple Sklerose und Schizophrenie. Das Buch beschreibt neben der allgemeinen
Wirkungsweise des Nachtkerzenöls auch die Ergebnisse wissenschaftlicher Studien
bei verschiedenen Krankheitsbildern. Quelle:Amazon
Nachtkerze
Pflanze: Oenothera biennis L. Familie: Nachtkerzengewächse (Onagraceae =
Oenotheraceae) Die ursprünglich in Nordamerika heimische Nachtkerze findet
sich hier auf trockenen, steinigen Böden. Die zweijährige Pflanze treibt im ersten
Jahr nur eine Blattrosette, im zweiten Jahr einen bis zu 1 m hohen Stengel mit
großen, wohlriechenden Blüten, die sich erst gegen Abend öffnen und durch Nachtfalter
bestäubt werden. Die Frucht ist eine längliche, zottig behaarte Kapsel. Aus den
reifen Samen wird das Nachtkerzenöl gewonnen. Wozu
dient Nachtkerzenöl? - Am häufigsten wird die Nachtkerze immer noch
zur Behandlung des prämenstruellen Syndroms angewendet, bei für die Zeit der Periode
typischen Promblemen wie Wasseransammlungen im Körper, Brustspannen, Reizbarkeit
usw. Sie entstehen durch die gestörte Bildung von Prostaglandinen (Gewebshormonen).
Frauen, die von diesen Problemen betroffen sind, bilden offenbar weniger Prostaglandine.
Der Wirkstoff der Nachtkerze balanciert dieses Ungleichgewicht aus. Neuerdings
wird die Nachtkerzenoel Kapsel auch verstärkt bei der Linderung von Beschwerden
in den Wechseljahren eingesetzt. Das Nachtkerzenöl soll mit Hilfe wichtiger
essenzieller Fettsäuren den gesamten Stoffwechsel
anregen. Bei Neurodermitis
kann der Körper Linolensäure aus Lebensmitteln nicht ausreichend in Gamma Linolensäure
umwandeln. Die Gamma Linolensäure aus der Nachtkerze gleicht diesen Mangel aus.
Bei trockener Haut können das Nachtkerzenöl als Kapsel eingenommen oder als
Hautpflegecremes angewendet werden. Diese Cremes verbessern die Feuchtigkeit und
Geschmeidigkeit der Haut. Und so wirken sie: Bei trockener Haut sprint die Hornschicht
viel rascher auf als bei normaler oder fettiger Haut. Das hat zur Folge, dass
die Haut spröde wird. Die Gamma Linolensäure funktioniert wie eine Art Kitt, der
die Hornzellen besser zusammenhält und dadurch ihr rasches Austrocknen verhindert,
Schuppen verschwinden lässt und das Hautbild glättet. Auch
auf Herz und Kreislauf wirkt sich die Nachtkerze günstig aus. Ihre Inhaltstoffe
senken den Cholesterinspiegel (Cholesterin ist ein Risikofaktor für einen Herzinfarkt).
Die Gamma Linolensäure soll zudem die Blutgerinnung hemmen und so vor Thrombose
und Herzinfarkt schützen. Ob das Öl auch den Blutdruck senken kann, wird
noch getestet. Quelle:
Zeitschrift VITAL vom Februar 2003 In
der modernen Medizin nutzt man das Nachtkerzenöl zur Linderung von
Hauterkrankungen (Neurodermitis), Diabetes mellitus, Arthritis und Prämenstruellem
Syndrom. Hyperaktive Kinder sollen damit beruhigt werden. Erhöhter Cholesterinspiegel
kann gesenkt werden, ein Schutz vor Herzinfarkt ist gegeben. Die Symptome der
Multiplen Sklerose (MS) werden abgeschwächt. Die Behandlung erfolgt oral durch
tägliche, über mehrere Monate bestehende Einnahme von Kapseln. Die Wirkungen können
erst nach einiger Zeit festgestellt werden, halten aber länger an, so daß die
Dosierung dann gesenkt werden kann. Nachtkerzenöl-Kapseln gelten nicht als
Medikament sondern als diätetisches Lebensmittel. Dies bedeutet, dass die Krankenkassen
eine Behandlung mit dem Öl nicht oder nur bedingt bezahlen. Eine Ausnahme bildet
die Behandlung der Neurodermitis, da ein Erfolg der Therapie mit Nachtkerzenöl
wissenschaftlich nachgewiesen ist und außerdem auf andere Medikamente (Antihistaminika,
Kortisonpräparate) verzichtet werden kann. Neurodermitis
ist eine Erkrankung der Haut und gehört zum Formenkreis der atopischen
Krankheiten. Sie äußert sich durch quälenden Hautausschlag und starken Juckreiz.
Die Krankheit ist erblich, zugleich besteht ein Mangel an essentiellen Fettsäuren,
der Stoffwechselstörungen verursacht, und eine Immunschwäche der Haut. Auf Grund
einer Fehlsteuerung kommt es zu Abwehrmaßnahmen gegen Stoffe, die eigentlich harmlos
sind. Das können Pollen, Tierhaare oder Lebensmittel sein. Durch Einnahme von
Gamma-Linolensäure-haltigem Nachtkerzenöl kann das Hautbild gebessert werden.
Die Haut wird geschmeidiger , die Ekzeme gehen zurück. Der Erfolg der Therapie
mit Nachtkerzenöl ist in mehr als 100 klinischer Tests in 21 Ländern nachgewiesen
worden. Multiple Sklerose
(MS) ist eine Erkrankung des Zentralen Nervensystems mit Entzündungsherden.
Die Krankheit tritt schubweise auf und schreitet langsam voran. Die Ätiologie
ist noch unklar. Es gibt Theorien, die von Virusinfektionen über Autoaggressionskrankheit
bis zu fetthaltiger Ernährung reichen. Plasma und rote Blutkörperchen von MS-Kranken
enthalten nur geringe Mengen ungesättigter Fettsäuren. In klinischen Versuchen
wurde nachgewiesen, dass durch langfristige Einnahme von Nachtkerzensamenöl sich
nicht nur das Wohlbefinden der Erkrankten besserte sondern auch deren Beweglichkeit,
Gehfähigkeit und Sehvermögen, während Zuckungen und Krämpfe weniger häufig auftraten. Die
Hyperaktivität von Kindern äußert sich in einer ständigen Rastlosigkeit,
Unruhe und Unkonzentriertheit. Auch diesen Patienten fehlen essentielle Fettsäuren,
falls nicht andere Ursachen (Gehirnfunktionsstörung, erbliche Veranlagung) zugrunde
liegen. Wie bewiesen werden konnte, verminderte sich die nervöse Unruhe nach Einnahme
von Nachtkerzenöl. In
den 50er Jahren stellte man im Tierversuch erstmals fest, dass an Diabetes
erkrankte Tiere einen höheren Linolensäure Bedarf hatten als gesunde. Später,
in den 60er Jahren, entdeckte man, daß die Aktivität eines für die Umwandlung
der Linolsäure verantwortliches Enzym (Delta-6-Desaturase) beeinträchtigt ist.
Die wichtigste Aufgabe der Linolsäure besteht darin, in Gamma-Linolensäure umgewandelt
zu werden. Wenn aber die enzymatische Umwandlung gestört ist, kann durch Einnahme
von Nachtkerzenöl der Gehalt an stoffwechseiphysiologisch wichtiger Gamma-Linolensäure
erhöht werden. Das
Nachtkerzenöl hat auch eine entzündungshemmende Wirkung. So konnte
in Tierexperimenten gezeigt werden, dass mit diesem Öl die schmerzhaften Entzündungen
der Gelenke, wie sie bei Arthritis typisch sind , unterdrückt werden. Zum
Prämenstruellen Syndrom (PMS) gehören Brustschmerzen, Stoffwechselprobleme,
Hormonschwankungen sowie Gereiztheit, Müdigkeit, Unkonzentriertheit und Depressionen.
Frauen mit PMS zeigen im Blut ungewöhnliche Fettsäurewerte. So ist zwar die Höhe
des Linolsäure-Anteils meistens normal, der Arachidonsäure-Anteil hingegen ist
immer erniedrigt. Auch bei dieser Krankheit kann Nachtkerzenöl Linderung
verschaffen, wie klinische Untersuchungen bestätigten. Schon
1935 fand man heraus, dass der Anteil essentieller Fettsäuren im Plasma
im Verlauf von Virusinfektionen abnimmt. Diese Entdeckung wurde damals nicht weiterverfolgt,
bis Wissenschaftler 1988 im Zuge der Virus- und AIDS- Forschung darauf zurückkamen.
Untersuchungen des Blutes Viruskranker zeigten stets eine Hemmung der Delta-6-Desaturase
und einen allgemeinen Mangel an Fettsäuren. Eine Theorie besagt, dass essentielle
Fettsäuren einen antiviralen Effekt dann haben, wenn Viren von einer Lipidhülle
eingeschlossen sind. Außerdem sind die Angriffsmöglichkeiten des Interferons abhängig
von der Verfügbarkeit von Eicosanid-Vorläufern. Andererseits kann ein Virus dem
Körper essentielle Fettsäuren wegnehmen und deren Umwandlung blockieren. Dies
würde auch erklären, warum Atopiker, die weniger essentielle Fettsäuren im Blut
haben, so ungewöhnlich empfindlich gegenüber viralen Infekten sind. Wenn diese
Theorie zuträfe, könnte die Behandlung mit Nachtkerzensamenöl eine Möglichkeit
zur Bekämpfung viraler Infekte bieten. Mehrfach
ungesättigte Fettsäuren senken den Cholesterinspiegel im Blut. Nachtkerzenöl
hat eine besonders günstige Wirkung, zumal bei deren Einnahme auch keine Diät
eingehalten und der Konsum tierischer Fette nicht eingeschränkt werden muss. Bei
Alkoholentzug eingesetzt, mindert Nachtkerzensamenoel die Entzugserscheinungen,
die sonst auftreten, und bringt die Leberwerte schneller auf ihren Normalwert.
Der Einsatz von Nachtkerzenöl
hat nur geringe oder keine Nebenwirkungen. Selten kann es zu Verdauungsstörungen,
Bauchschmerzen und Durchfall kommen. Außerdem können Übelkeit und Erbrechen auftreten.
Auch sind allergische Hautreaktionen beobachtet worden. Doch das dürften Ausnahmen
sein, die durch eine langsame Steigerung der Dosis oder durch eine Einnahme nach
den Mahlzeiten umgangen werden können. Eine Toxizität gibt es nicht. In langzeitigen
Untersuchungen konnten weder giftige noch krebserregende Eigenschaften des Öls
festgestellt werden. Quelle: Berliner Heilpraktiker Nachrichten auf www.naturheilkunde-online.de
Die Prostaglandine
sind 1935 identifiziert worden, als man glaubte, dass sie aus der Prostatadrüse
stammen. Heute weiß man, dass sie in einem großen Teil des Bindegewebes vorkommen
und zahlreiche biologische Funktionen mit hormonähnlichen Aktivitäten haben können.
Die Bildung der Gamma
Linolensäure im Körper ist abhängig von der Linolensäure in der Nahrung
in ihrer biologisch aktiven "cis"-Form, und von der Aktivität des Enzyms Delta-6-Desaturase.
Um ohne Rücksicht auf die Bildung der Linolensäure ausreichend Gamma Linolensäure
zu sichern, ist die zwangsläufige Antwort des Ergänzen der Nahrung mit Gamma Linolensäure,
um den Umwandlungsprozeß zu umgehen bzw. jede Blockade umzuleiten, die von der
Inaktivität des Enzyms Delta-6-Desaturase herrührt. Nicht umsonst empfehlen immer
mehr Hautärzte ihren Patienten die Einnahme der Nachtkerzenoel Kapsel.
Es gibt kaum ein Lebensmittel, das so nachhaltig viele
Funktionen des Körpers unterstützt und verbessert, wie das kostbare Öl der
Nachtkerze! Frauen haben beobachtet, dass Nachtkerzenöl wohltuend
harmonisierend auf den weiblichen Organismus wirkt, dies besonders in den „kritischen
Tagen“ und in den Wechseljahren. Auffallend ist auch die positive Auswirkung auf
die Beschaffenheit der Haut und der Fingernägel. In
der Naturheilkunde hat heute vor allem das Nachtkerzenöl eine Bedeutung.
Dieses aus den Samen der Nachtkerze gewonnene fette Öl wird zur Behandlung
und zur symptomatischen Erleichterung von Neurodermitis
innerlich eingesetzt. Es enthält große Mengen an Cis-Linolsäure, die im menschlichen
Körper mit Hilfe des Enzyms Delta-6-Desaturase in Gamma Linolensäure umgewandelt
wird. Aus dieser entsteht in einem weiteren chemischen Prozess Dihomo-Gamma-Linolensäure.
Aus ihr bildet der Körper Prostaglandin E 1, das an zahlreichen Funktionen der
Zellen beteiligt ist. Bei Neurodermitikern soll ein Mangel an dieser für den menschlichen
Stoffwechsel wichtigen Gamma Linolensäure bestehen.
Quelle: wikipedia Nahrungsergänzungen
dienen nicht als Ersatz für eine ausgeglichene Ernährung. Informationen unserer
Webseite sind keine Grundlage für gesundheitsbezogene Entscheidungen. Bei
gesundheitlichen Beschwerden fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, bei Erkrankungen
von Tieren konsultieren Sie einen Tierarzt. Die Einnahme von Nahrungsergänzungen,
Medikamenten, Heilkräutern usw. sollten Sie mit einem Arzt Ihres Vertrauens
absprechen. |