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Durch
das Lycopin produzieren Tomaten, Wassermelonen, rote Grapefruits und Guaven eine
tiefrote Farbe. Mit Hilfe dieses Farbstoffes schützt sich die Pflanze vor
den schädlichen Wirkungen der UV-Sonnenstrahlung.
Carotinoid
in Tomaten schützt offenbar vor Krebs Boston
- Wer sich vor Krebs schützen will, sollte laut Professor Edward
Giovannucci wohl einen der zentralen Bestandteile der italienischen Küche
häufiger auf die Speisekarte setzen: die Tomate. Denn das Ergebnis einer Übersicht
über die vorhandenen Studien zu Tomatenkonsum und Krebsrisiko läßt tatsächlich
einen schützenden Effekt durch das Gemüse vermuten. Dabei soll die Schutzwirkung
auf das antioxidativ wirkende Carotinoid Lycopin zurückzuführen sein - jene Substanz,
die die rote Farbe der Tomaten bedingt. Akribisch
haben Professor Edward Giovannucci und seine Mitarbeiter von der Havard-Universität
in Boston im US-Bundesstaat Massachusetts die derzeitige Datenlage zu der potentiellen
Schutzwirkung von Tomaten untersucht. In ihrer Analyse berücksichtigten
sie schließlich 72 Studien, in denen mit unterschiedlichem Design - entweder als
Kohorten- oder Fallkontrollstudie - Tomatenverzehr und Krebsinzidenz korreliert
worden waren. Bestimmt
wurde der Konsum des Gemüses auf unterschiedliche Weise: Entweder durch
einen Fragebogen oder durch Bestimmung des Lycopin-Spiegels im Blut. Nur in einer
Studie war das Gesamt-Krebsrisiko untersucht worden. In allen übrigen Studien
waren Patienten mit verschiedenen Krebsarten untersucht worden (Journal of the
National Cancer Institute 91, 1999, 317).
Das
Ergebnis der Metaanalyse: In 57 der Untersuchungen fand sich eine inverse
Beziehung zwischen Tomatenkonsum oder Blutlycopin und Krebsinzidenz, bei 35 Studien
war das Ergebnis signifikant. Die Krebsinzidenz war bei denjenigen, die viele
Tomaten verspeisten, im Vergleich zu denjenigen, die nur selten dieses Gemüse
aßen, um etwa 40 Prozent geringer. Den
stärksten Hinweis auf eine schützende Wirkung von Tomaten fanden die US-amerikanischen
Wissenschaftler beim Prostata-, Lungen- und Magenkrebs. Wahrscheinlich
sei auch ein Nutzen durch den Verzehr des Gemüses vorhanden, was die Prävention
von Pankreas-, Dickdarm-, Rektum-, Speiseröhren-, Mund-, Brust- und Zervixtumoren
angeht, wie die Forscher meinen. In keiner Studie fand sich im übrigen ein Hinweis
darauf, daß Tomatenverzehr die Krebsinzidenz steigert. Wie
sollte das Gemüse nun verzehrt werden, und vor allem, wieviel sollte davon gegessen
werden? Vermutlich, so Giovannucci, sinke das Krebsrisiko proportional
zur Tomatenzufuhr. Dabei sei die Datenlage zur Dosis-Wirkungsbeziehung allerdings
limitiert, denn nur selten hätten Studienteilnehmer mehr als einmal am Tag eine
Mahlzeit mit dem runden Gemüse bestritten. Egal sei dabei, ob frisches Gemüse
oder Produkte wie Spaghettisauce, Salsa oder Ketchup verzehrt wurden - allerdings
seien viele dieser verarbeiteten Lebensmittel bessere Quellen bioverfügbaren Lycopins
als das frische Gemüse. Wem Tomaten weniger munden, kann das Carotinoid allerdings
auch mit Wassermelonen, Grapefruit oder Aprikosen zuführen. Quelle:ärztezeitung.de
Lycopin als Radikalfänger Carotinoide, insbesondere
das Lycopin, zählen zu den wirksamsten natürlich vorkommenden Quenchern für Singulettsauerstoff
1O2. Dieser wird zum Beispiel durch photochemische Reaktionen bei der Lichtabsorption
gebildet und ist hochreaktiv. Er kann verschiedene Aminosäuren
in Proteinen, Nukleinsäuren sowie ungesättigte Fettsäuren
oxidieren. Bei der Quenchingreaktion gehen die Carotinoide in einen angeregten
Triplettzustand über ( 1O2 + 1Car -> 3O2 + 3Car ). Anschließend erreichen die
Carotinoide durch Abgabe von Wärme wieder ihren Grundzustand (3Car -> 1Car + Wärme).
Die Carotinoidmoleküle werden also bei dieser Reaktion nicht chemisch umgewandelt
und stehen somit für weitere Quenchingprozesse zur Verfügung. Die Quenchingrate
von Lycopin ist besonders hoch (ca. doppelt so groß wie bei ß-Carotin und 100mal
so groß wie bei a-Tocopherol). Eine vom National Cancer Institute veröffentlicht
Studie [1] untersuchte die Ernährungsgewohnheiten von 47.365 Männern über einen
Zeitraum von 12 Jahren. Während dieses Zeitraumes entwickelten 2.481 Männer ein
Prostatakarzinom. Die Auswertung der Daten ergab Korrelation zwischen häufiger
Aufnahme von tomatenhaltigen Speisen und einem verringerten Risiko an Prostatakrebs
zu erkranken. Die Wirkung wird dem in Tomaten enthaltenen Lycopin zugeschrieben.
Lycopin wird als rote Lebensmittelfarbe als "Carotinoid"
deklariert (siehe auch Carotin (E 160a-160f)). Lycopin wird mit organischen Lösungsmitteln
(Hexan, Dichlormethan, Methanol) aus Tomatenkonzentraten gewonnen; 1 kg Tomaten
enthalten ca. 20 mg Lycopin. Es wird vor allem zur Färbung von herzhaften Produkten,
Suppen und Soßen, wo der Beigeschmack nach Tomate nicht stört, eingesetzt. Lycopin
ist das wichtigste Carotinoid Es verleiht den Tomaten
(Solanum lycopersicum) und Hagebutten die rote Farbe. Reife Tomaten haben einen
besonders hohen Lycopinanteil. Er liegt bei ca. 3,9 - 5,6 mg pro 100 g reife Tomaten.
Wesentlich mehr Lycopin enthalten Dosentomaten: ca. 10 mg pro 100 Gramm Doseninhalt.
Dosentomaten werden meist erst in reifem Zustand geerntet und enthalten deshalb
mehr von diesem, höchstwahrscheinlich gesundheitsfördernden Inhaltsstoff. Konzentriertes
Tomatenmark enthält sehr hohe Lycopinkonzentrationen (circa 62 mg Lycopin pro
100 Gramm). Es ist ein Kohlenwasserstoff. Es existiert auch eine Möhrensorte,
die signifikante Mengen Lycopin enthält. Lycopin, das in Dosentomaten oder in
Tomatenmark enthalten ist, ist angeblich vom menschlichen Körper besser verwertbar.
Die Verfügbarkeit von Lycopin ist aus verarbeiteten und erhitzten Produkten (z.
B. Tomatensaft) höher als aus rohen, da beim Erhitzen die pflanzlichen Zellstrukturen
aufgebrochen werden und das Lycopin gelöst wird. Eine deutliche Resorptionssteigerung
wird durch die Kombination mit Fett erreicht. Lycopin zählt zu den Antioxidanzien
und gilt als Radikalfänger, d.h. es kann bestimmte aggressive Moleküle im menschlichen
Körper unschädlich machen. Studien haben gezeigt, dass Lycopin die Wahrscheinlichkeit
für bestimmte Krebsarten (zum Beispiel Prostata- und Lungenkrebs) signifikant
reduzieren kann. Auch eine gute Wirkung bei rheumatischen Beschwerden wird diskutiert.
Außerdem wird der UV-Schutz der Haut durch Einlagerung von Lycopin in die Hautschichten
verbessert. Lycopin ist daher auch ein natürlicher Sonnenschutz. Quelle:wikipedia
Lycopin hält die Prostata gesund! Der
sekundäre Pflanzenstoff Lycopin ist nicht nur für die typisch leuchtend rote Farbe
von Tomaten verantwortlich, sondern besitzt auch positive Effekte auf den Verlauf
von Prostataerkrankungen und bei der Prävention von Prostatakrebs. Männer könnten
deshalb in besonderem Maße von einer ausreichenden Zufuhr an Lycopin profitieren,
berichtet Diplom- Ernährungs- wissenschaftlerin Susanne Sonntag von der Gesellschaft
für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. in Aachen. Bereits 1995 kam eine Beobachtungsstudie
amerikanischer Wissenschaftler von der Harvard Medical School Boston, USA, zu
dem Ergebnis, dass die Aufnahme von Lycopin mit einem verringerten Prostatakrebsrisiko
verbunden ist. Ebenfalls amerikanische Wissenschaftler fanden in Laborversuchen
heraus, dass Lycopin einen wachstumshemmenden Effekt auf Prostatazellen ausübt.
Die Ergebnisse, die im renommierten Journal of Nutrition veröffentlicht wurden,
werteten die Forscher als einen möglichen Mechanismus bei der Verringerung des
Prostatakrebsrisikos durch Lycopin. Prostataerkrankungen zählen mit zu den häufigsten
Erkrankungen des alternden Mannes. Eine gutartige Vergrößerung des Prostatagewebes,
die oft bei Männern ab dem 50. Lebensjahr auftritt, verursacht eine Einengung
der Harnröhre und ist mit unangenehmen Problemen beim Wasserlassen verbunden.
Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Zu Beginn der Erkrankung
sind die Patienten meist symptomlos oder sie weisen die gleichen Symptome wie
bei einer gutartigen Prostatavergrößerung auf. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen
sind deshalb unerlässlich, um eine Krebserkrankung frühzeitig zu erkennen. Außerdem
sollten Männer stets auf eine gesunde Ernährungsweise achten, die besonders reich
an dem sekundären Pflanzenstoff Lycopin ist, so die Ernährungswissenschaftlerin
Susanne Sonntag. Gute Lycopinquellen sind vor allem Tomaten, rote Grapefruit und
Wassermelonen. Ergänzend dazu hat sich die diätetische Behandlung von Prostataerkrankungen
mit Lycopin bewährt. Weitere Untersuchungsergebnisse deuten an, dass auch Aminosäuren
und bestimmte Mikronährstoffe wie Vitamin
C, Vitamin E, Selen und Zink sich positiv auf
den Verlauf von Prostataerkrankungen auswirken können. Quelle:medizin-aspekte.de
Tomatenstarke Spermien
- Die Phytochemikalie Lycopin verbessert die männliche Fruchtbarkeit.
2 Monate lang nahmen 30 zeugungsunfähige Männer 2 mal täglich 2
mg dieser antioxidativ wirkenden Substanz ein, die vor allem in Tomaten steckt.
Anschließend war die Zahl und Aktivität der Spermien signifikant höher,
in 6 Fällen wurden die Partnerinnen sogar schwanger. Wer eine Eigentherapie
ausprobieren will: In Tomaten- Sauce, -Mark und -Ketchup ist Lycopin besonders
konzentriert enthalten. Quelle:All India Institute of Medical Sciences
Nahrungsergänzungen dienen nicht als
Ersatz für eine ausgeglichene Ernährung. Informationen unserer Webseite sind keine
Grundlage für gesundheitsbezogene Entscheidungen. Bei gesundheitlichen Beschwerden
fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, bei Erkrankungen von Tieren konsultieren
Sie einen Tierarzt. Die Einnahme von Nahrungsergänzungen, Medikamenten, Heilkräutern
usw. sollten Sie mit einem Arzt Ihres Vertrauens absprechen. |