Cranberry
Saft - Die aus Nordamerika stammenden Cranberrys, in Deutschland auch großfrüchtige
Moosbeeren genannt, enthalten einen ganzen Cocktail gesundheitsfördernder Substanzen,
darunter Antioxidanzien, Flavonoide und Polyphenole.
Cranberry,
die amerikanische Beere - Die Cranberry gehört neben der Blueberry und
der Concord grape zu den wenigen kommerziell angebauten Fruchtsorten, die in Nordamerika
beheimatet sind. Botanisch gehört sie zur Familie der Heidekrautgewächse. Nicht
zu verwechseln ist die Cranberry (Vaccinium macrocarpon) mit der bei uns
in Deutschland bekannten Preiselbeere (Vaccinium vitis-ideae). Beide Pflanzen
gehören zwar derselben botanischen Familie an, unterscheiden sich aber in wesentlichen
Merkmalen und Inhaltsstoffen. Die rubinroten Beeren des Cranberry-Strauches sind
etwa dreimal so groß wie Preiselbeeren. Die Früchte haben viel helles, festes
Fruchtfleisch mit intensivem, leicht säuerlichem Geschmack und einer feinherben
Note. Preiselbeeren hingegen bilden erbsengroße, scharlachrote Früchte mit wenig
Fruchtfleisch und vielen, kleinen Samenkernen.
 Cranberry
macht Bakterien rund - Der Inhaltsstoff der Beeren verändert die Form der Mikroben
so, dass diese keine Infektionen mehr hervorrufen können. Amerikanische
Wissenschaftler haben entdeckt, warum die preiselbeerartigen Cranberries vor Infektionen
im Harntrakt und im Magen schützen: Einige Inhaltsstoffe
der roten Beeren greifen eindringende Kolibakterien an und machen aus den normalerweise
schlanken, stäbchenförmigen Mikroben kugelartige Gebilde, die sich nicht mehr
in den Schleimhäuten festsetzen können. Diese ungewöhnliche Strategie könnte sogar
bei Bakterien funktionieren, die gegen herkömmliche Antibiotika resistent geworden
sind, glauben die Forscher. Die verantwortlichen Substanzen könnten daher in Zukunft
möglicherweise das Spektrum antimikrobieller Wirkstoffe ergänzen.
Die
Fähigkeit der ursprünglich aus Nordamerika stammenden Cranberry, Harnwegsinfektionen
durch Bakterien vom Typ E. coli vorzubeugen, wurde bereits in mehreren Studien
dokumentiert. Unklar war dabei jedoch, wie die Beeren und ihr Saft genau wirken.
Schon länger vermuteten Forscher allerdings, dass die Früchte entweder das Einnisten
der Bakterien in die Schleimhäute verhindern oder die Zusammenarbeit der Mikroben
stören und sie so unschädlich machen. Aktiv abtöten können die Beeren die Erreger
dagegen nicht, weshalb sie auch gegen bestehende Infektionen nichts ausrichten
können. Als verantwortlich für den antimikrobiellen Effekt gelten dabei die in
den Beeren enthaltenen Farbstoffe aus der Gruppe der Anthocyane, die den Früchten
ihre typische rote Farbe verleihen. Darauf deuten nun auch die Ergebnisse hin:
Als die Forscher Kolibakterien in Anwesenheit von Cranberry-Saft oder verdünnten
Lösungen der Farbstoffe kultivierten, veränderten sich die Mikroben auf eine ganz
charakteristische Weise – sie gaben ihre Stäbchenform auf und wurden kugelförmig.
Dadurch können die Bakterien nicht mehr so intensiven Kontakt zur Schleimhaut
herstellen und sich daher auch nicht mehr dort anheften, erklären die Forscher.
Gleichzeitig veränderten sich durch die Cranberries die Eigenschaften der äußeren
Hülle der Mikroben, und auch die Kommunikation der Bakterien untereinander funktionierte
nur noch eingeschränkt, zeigten weitere Untersuchungen. Welche Folgen diese Veränderungen
genau haben, müsse nun in weiteren Studien untersucht werden, so die Wissenschaftler.
Das Blockieren der Kommunikationswege gilt jedoch ebenfalls als vielversprechende
Alternative für herkömmliche Antibiotika. "Wir fangen gerade erst an, uns ein
Bild vom Cranberry-Saft und seinem Potenzial als wirkungsvolles antimikrobielles
Mittel zu machen", sagen die Forscher. Mitteilung des Worcester Polytechnic Institute
Quelle: ddp/wissenschaft.de
Wirkung
der Cranberry - Für die amerikanischen Ureinwohner waren
Cranberries einst Nahrungsmittel und Medizin in einem. Aus den roten Beeren stellten
sie Saucen her, verwendeten sie, um Lebensmittel haltbar zu machen, Krankheiten
zu behandeln und Wunden zu heilen. Heute wird die Cranberry weltweit wegen ihres
Nährstoffgehaltes und der gesundheitsfördernden Eigenschaften geschätzt. Vor
allem als Hausmittel zur Vorbeugung von bakteriellen Blasenentzündungen sind die
roten Beeren längst kein Geheimtipp mehr. Neuere Untersuchungen deuten
zudem darauf hin, dass die Inhaltsstoffe der Cranberries auch in anderen Teilen
des Körpers vor bakteriellen Infektionen schützen. So hat die Cranberry-Forschung
der vergangenen Jahre dazu beigetragen, die Öffentlichkeit über die verborgenen
Fähigkeiten der Cranberry zu informieren. Wo die Indianer einst auf ihre Erfahrung
vertrauten, ist heute wissenschaftlich belegt, dass Cranberries positiv auf die
Gesundheit wirken. Alternative
Heilmethoden: Cranberry-Saft für Kinder Fast ein Drittel aller Eltern in
den USA gibt ihren Kindern Cranberry-Saft zur Vorbeugung von Harnwegsinfektionen.
Dies geht aus einer Untersuchung des Brenner Children's Hospital hervor, die die
Fachzeitschrift Pediatric Annals im April 2005 veröffentlichte. 23 Prozent hielten
zuvor Rücksprache mit ihrem Arzt und folgen nun dem allgemeinen Trend zu alternativen
Heilmethoden bei Kindern. Welche
Sorte Cranberries wirkt am besten? Nach Erkenntnissen des Cranberry Institutes
in East Wareham, Massachusetts, spielt es keine Rolle, in welcher Form Cranberries
gegessen werden. "Ob frische, gefrorene oder
getrocknete Cranberries, Cranberrry-Saft oder -Sauce, alle Cranberry-Produkte
haben den gleichen Nutzen. Deshalb können Sie frei wählen, je nachdem, was Sie
und Ihre Familie am liebsten mögen", sagt Dr. Martin Starr, wissenschaftlicher
Berater. Schutz der
Magenschleimhaut Die in Cranberries enthaltenen Substanzen fördern möglicherweise
auch die Gesundheit der Magenschleimhaut des Menschen. Erste Untersuchungen lassen
vermuten, dass der Antihaft-Effekt der Cranberry das Bakterium Helicobacter pylori
davon abhalten könnte, sich an der Mageninnenwand anzulagern. Zwar sind 35 Prozent
der deutschen Bevölkerung mit Helicobacter pylori infiziert, doch nur bei etwa
zehn Prozent führt dies zu Beschwerden. 2005:
Eine klinische Studie der Peking University in Kooperation mit der Universität
von Kalifornien (UCLA) zeigt: Zweimal täglich ein Glas Cranberry Saft-Getränk
zu trinken kann Infektionen mit Helicobacter pylori verhindern. Tipp
für Urlaubs- und Fernreisende Während das Risiko einer Infektion mit Helicobacter
pylori in Mitteleuropa bei 30 Prozent liegt, sind es in Spanien und Italien bereits
über 50 Prozent und in China sogar 80 Prozent. Der tägliche Genuss von Cranberry
Saft könnte daher nach Ansicht der Wissenschaftler ein viel versprechendes Instrument
bei der weltweiten Bekämpfung dieser Infektion sein. Quelle: www.cranberries-usa.de Nahrungsergänzungen
dienen nicht als Ersatz für eine ausgeglichene Ernährung. Informationen unserer
Webseite sind keine Grundlage für gesundheitsbezogene Entscheidungen. Bei
gesundheitlichen Beschwerden fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, bei Erkrankungen
von Tieren konsultieren Sie einen Tierarzt. Die Einnahme von Nahrungsergänzungen,
Medikamenten, Heilkräutern usw. sollten Sie mit einem Arzt Ihres Vertrauens
absprechen. |