| Kindervitamine
- Kinder brauchen eine gesunde Nährstoffbasis für Wachstum und Entwicklung.
Stellen Sie daher sicher, dass Ihre Kinder eine ausgewogene Ernährung zu sich
nehmen. Häufig essen Kinder allerdings zu viel Fast-Food und andere „Nahrungsmittel“,
bei denen der Zuckeranteil den Nährstoffgehalt deutlich übersteigt.
Dass
die ausgewogene Ernährung bei Kindern nicht immer ganz einfach ist, können
wohl viele Eltern bestätigen, die sich doch stets um ausreichend Vitamine
für ihre Kinder bemühen.
Fastfood,
Pommes und allerlei Süßigkeiten werden uns jeden Tag vor Augen gehalten
und auch die Erwachsenen haben da so ihre Probleme, zu widerstehen. Wie sollen
es da unsere Kinder schaffen. Die genauen Zusammenhänge der Vitalstoffe und
deren Wichtigkeit ist leider kein Schulfach und das Bewusstsein kann sich nur
bei jedem selbst entwickeln. Mit
zunehmendem Alter wird einem dann bewusst, wie Recht unsere Mütter doch damals
hatten, wenn sie uns aus dem eigenen Garten alle Vitamine für die Kinder
frisch auf den Tisch brachten! Sind Sie auch des Öfteren Nachts heimlich
barfuß in den Garten verschwunden, um frische Erbsen, Möhren, Erdbeeren
und Kirschen zu stibitzen?
Milchschnitten
und Kinderriegel bestehen oftmals zur Hälfte aus Zucker. Sie sind häufig
auch Fettfallen, denn sie enthalten in den meisten Fällen genauso viel Fett (ein
Drittel der Gesamtmenge) wie reine Schokolade. Als "gesunde Zwischenmahlzeit"
eignen sie sich daher nicht. Bei
Kinderjoghurts sollte man neben dem Zuckergehalt darauf achten, ein Produkt
auf Joghurtbasis zu kaufen, denn dieses enthält gegenüber Frischkäse-Joghurts
weit weniger Fett. Limonaden und Brausen enthalten statt Fruchtsaft nur Wasser,
Aromastoffe und sehr viel Zucker. In
den Fruchtsaftgetränken steckt nur 6 – 30% Fruchtsaft. Kindergetränke auf
dieser Basis werden oftmals durch Zugabe von Kalzium
und Vitaminen aufgewertet. Hierdurch bekommt ein an sich mineralstoff- und vitaminarmes,
dazu noch stark gezuckertes Lebensmittel ein gesundes Image, das es nicht verdient. Frühstückscerealien
können bis zu 40% Zucker enthalten. Sie zählen zu den am stärksten bearbeiteten
Kinderlebensmitteln und bestehen hauptsächlich aus Mehl, Wasser, Zucker und Aromastoffen
sowie einer langen Liste zugesetzter Vitamin- und Mineralstoffe. Das gute alte
Müsli aus Haferflocken und Obst ist den Fertigmischungen meistens klar überlegen.
Falls dennoch ein Fertigmüsli gekauft wird, sollte man darauf achten, dass kein
zusätzlicher Zucker zugesetzt wurde. Neuerdings
gibt es auch spezielle Kindermenüs, Kindersuppen und Wurst für Kinder.
Hinter den bunten Verpackungen mit den tollen Phantasienamen verbergen sich im
Grunde genommen allerdings nur normale Gerichte, wie sie die Erwachsenen auch
essen. Zudem bemängelte die Stiftung Warentest, dass Kinderfertigmahlzeiten zu
viel Salz, zu viel Soße und zu wenig Gemüse enthielten. Quelle: www.gesundheit.de Kinderlebensmittel
oder Kindervitamine - Seit einigen Jahren sind Lebensmittel auf dem Markt,
die durch besondere Werbemaßnahmen als speziell für Kinder geeignet herausgestellt
werden. Sie werden unter dem Begriff "Kinderlebensmittel" zusammengefasst. Eine
lebensmittelrechtliche Definition dieses Begriffes gibt es allerdings nicht. Die
am meisten beworbenen Kinderlebensmittel sind Süßigkeiten wie Vitaminbonbons,
Milchschnitten und Schokoriegel, gefolgt von Milchprodukten (Milchmischgetränke,
Fruchtjoghurt, Frischkäse- und Quarkzubereitungen), Frühstückssnacks (Cerealien,
Knusperflocken verschiedener Art), Brotaufstrich (Nuss-Nougat-Cremes, Schokoladencremes,
Wurst), Convenience-Produkten (Fertiggerichte wie Nudelsuppen, -gerichte, Pizza)
und Getränken (calciumangereicherte Säfte, Multivitaminsäfte, Limonaden).
Von
1998 bis 2003 hat sich die Zahl der Kinderlebensmittel in Deutschland verdreifacht.
Besonders in den Kinderprogrammen und an den Wochenenden wird vornehmlich in den
Privatkanälen des Fernsehens für diese Produkte geworben. Warnhinweise, z.B. hinsichtlich
eines erhöhten Fett- und Zuckergehaltes, fehlen völlig. Dagegen setzt man auf
Vitamin- und Mineralstoffzusätze, die gewährleisten sollen, dass Kinderlebensmittel
besonders wertvoll für die Ernährung sind. Bunte Verpackungen, kleine Portionen,
Werbereime und Zusatzgeschenke in den Kinderlebensmitteln sowie knisternde, knackende,
knusprige oder angenehm weiche "Mund-Erfahrungen" beim Kauen führen dazu, dass
Kinder eine große Markentreue entwickeln. Brauchen
wir Kinderlebensmittel? Was ist drin und was ist dran? Aus ernährungsmedizinischer
Sicht brauchen wir Kinderlebensmittel nicht, da Kinder nach dem ersten Lebensjahr
mit den herkömmlichen Lebensmitteln sicher und gut ernährt werden können. Kinderlebensmittel
sind oft süße und fetthaltige Snackartikel, die überwiegend für den Verzehr zwischen
den Mahlzeiten gedacht sind. 75% der Kinderlebensmittel enthalten in nicht unerheblichen
Anteilen Zucker, darunter auch Kindergetränke
und Kindermilchprodukte. In diesen Fällen haben
sie zu viele Kalorien und müssen hinsichtlich der Verzehrmenge wie eine Süßigkeit
behandelt werden: etwas schadet nicht, wenn ansonsten die Ernährungsweise gesund
ist. Als Zwischenmahlzeit eignen sie sich jedoch nicht, denn sie verdrängen die
nährstoffreicheren Hauptmahlzeiten. Schulkinder
sollten nicht mehr als 50 – 60 g Zucker pro Tag verzehren. Dies steckt z.B. in
2 Portionen (250 g) Kinderjoghurt, 2 Gläsern Limonade oder 2 Schokoriegeln. Die
zusätzliche Anreicherung mit Vitaminen und Mineralstoffen in den Kinderlebensmitteln
macht das gleichzeitig enthaltene Fett und den Zucker nicht gesünder: Ein
neunjähriges Kind müsste 17 Milchschnitten essen, um seinen Tagesbedarf an Calcium
zu decken. Gleichzeitig hätte es dann aber auch 40 Stück Würfelzucker (120 g)
und ein halbes Paket Butter konsumiert! Man
vermutet, dass der Geschmack der Kinder auf die zugesetzten Aromen in Kinderlebensmitteln
eingestellt wird, und durch diese Gewöhnung ein Abwenden von natürlichen Lebensmitteln
stattfindet. So ist z.B. der künstliche Vanille-Aromastoff Vanillin viermal stärker
als der von echter Vanille. Die Konsequenz ist daher, dass wir nach dem Konsum
einiger aromatisierter Fertigsüßspeisen den mit echter Vanille zubereiteten Pudding
fad finden. Der
beste Weg zu einer gesunden Ernährung ist der Konsum von Vollkornprodukten,
frischem Obst und Gemüse sowie ein fettarmes Kochen. Man sollte jedoch nicht den
Fehler begehen, durch bloße Ermahnungen die Essgewohnheiten der Sprösslinge ändern
zu wollen. Sprechen Sie lieber durch einen gemeinsamen, frohen
und lustigen Essalltag das Herz und die Emotionen ihrer Kinder an. Kochen Sie
Speisen, mit denen man beim Essen auch einmal spielen kann (Buchstabensuppe, Spagetti)
und fördern Sie die Eigenständigkeit ihres Nachwuchses: Lassen Sie ihre
Kinder öfter einmal selbst aussuchen, was sie essen wollen. Beim Zubereiten eines
Obstsalates können auch kleinere Kinder ruhig schon einmal mit helfen.
Schulkinder
sollten selbst entscheiden können, was sie auf ihrem Pausenbrot haben möchten.
Lassen sie ihr Kind selbst die Mengen auswählen, die es verzehren will. Essen
darf Kindern nie als Trostpflaster, Strafe oder Belohnung vermittelt werden. Statt
Süßigkeiten und Knabberwaren kann auch einmal ein Teller mit klein geschnittenem
Obst und Gemüse ins Kinderzimmer gestellt werden. Sie
sollten beachten, dass Kinder kleinere Portionen bevorzugen und einen starken
Sinn für Ästhetik haben. Packen Sie daher lieber das Schulbrot ein, damit es nicht
mit den Obst- und Gemüsebeilagen vermatscht. Wenn Sie auf diese Weise für ein
kalorienarmes und abwechslungsreiches Essen sorgen, dann können Ihre Kinder auch
ruhig einmal "Kinderlebensmittel" naschen. Quelle: www.gesundheit.de |